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Bundesstaat im Norden von Südamerika an der Karibikküste zwischen Kolumbien im Westen und Guyana im Osten, 912 050 km², 25,4 Mio. Einwohner, Hauptstadt Caracas, Amtssprache Spanisch.
Land und Leute
Venezuela steigt von der trockenen Küste mit tropischen Regenwäldern in die Ausläufer der Anden (höchste Erhebung Pico Bolívar mit 5 007 m), in die Küstenkordillere und in das Bergland von Guayana auf, zwischen denen das Orinoco-Tiefland liegt. Die fast gänzlich katholische Bevölkerung, zu 67 Prozent Mestizen und zu 21 Prozent Weiße, ist an der Küste um die Hauptstadt und um Maracaibo konzentriert.
Wirtschaft
Landwirtschaft (u. a. Anbau von Kakao, Baumwolle, Zuckerrohr, Getreide; Viehhaltung), Holzverarbeitung und v. a. von den Einkünften aus der Erdölförderung und -verarbeitung. Dennoch leben zwei Drittel der Venezolaner unter der Armutsgrenze.
Geschichte
1498 von Kolumbus erreicht, gehörte das Gebiet von Venezuela 1527–46 zum Pfandbesitz des Handelshauses der Welser, war dann spanisches Generalkapitanat und wurde 1811 unabhängig, 1830 auch vom zunächst gebildeten Großkolumbien. Dem wirtschaftlichen Aufschwung mit Erschließung der Ölvorkommen (seit 1918) folgten Zeiten der inneren Wirren wegen des bis heute nicht gelungenen Ausgleichs zwischen Arm und Reich. Entsprechend ungefestigt ist die Demokratie, die unter Korruption, Verelendung der Massen und immer neuen Angriffen von Guerillabewegungen leidet.